Rückkehr zur Handschrift in den Schulen?

vor 3 Monaten

Rückkehr zur Handschrift in den Schulen?
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Deutsche Lehrerverband (DL) befürchtet das Ende von Hausaufgaben durch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) seitens der Schüler. „Die Gefahr besteht, dass wir Hausaufgaben so nicht mehr machen lassen können“, sagte DL-Präsident Stefan Düll der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Bezahlschranke).

Düll weiter: „Alles, was außerhalb des Klassenzimmers passiert, könnte theoretisch mit oder von einer KI erledigt worden sein.“ Das sei für Lehrkräfte kaum kontrollierbar. Man müsse daher bei Hausaufgaben und in Prüfungen in unteren Klassen die Handschrift fordern, um Täuschung zu verhindern, so Düll. Auch betroffen seien umfangreiche Arbeiten, die außerhalb des Unterrichts entstehen – etwa Facharbeiten. Hier bleibe oft nur noch die Möglichkeit, die tatsächliche Leistung der Schüler im Gespräch zu überprüfen. Künftig müsse stärker der Entstehungsprozess abgefragt werden: „Da darf ich gar nicht den Inhalt abfragen, sondern fragen: Wie kommst du zu dem Inhalt?“

In einigen Bundesländern wird das bereits praktiziert. Dort finden nach Art des Rigorosums im Promotionsverfahren, hier zur Dissertation, eine mündliche Prüfung zu einer von den Schülern zu Hause angefertigten Facharbeit in der Oberstufe statt. Da zeigt sich dann, ob eine Arbeit einfach mittels KI abgekupfert oder von einem Fremdautor stammt. Stellt sich eines von beiden heraus, kann die ganze Arbeit als ungenügend bewertet werden.

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