Rätselraten um Drohnensichtungen am Flughafen München: Was bisher alles bekannt ist

vor 9 Monaten

Rätselraten um Drohnensichtungen am Flughafen München: Was bisher alles bekannt ist
Bildquelle: Apollo News

Seit Donnerstagabend herrscht am Flughafen München Franz Josef Strauß Ausnahmezustand. An drei Tagen hintereinander wurden Drohnen im Luftraum über dem zweitgrößten Flughafen Deutschlands gemeldet. Die Sichtungen führten dazu, dass der Betrieb an drei aufeinanderfolgenden Tagen zeitweise eingestellt wurde.

Zwischen Donnerstagabend und Samstagmorgen wurden Starts und Landungen mehrfach gestoppt, Hunderte Flüge gestrichen oder umgeleitet. Tausende Passagiere saßen fest und mussten auf Feldbetten in den Terminals übernachten. Doch trotz großer Polizeieinsätze und intensiver Suche fehlt von den Verursachern jede Spur – und die Informationslage bleibt auffällig lückenhaft und wirft nur noch mehr Fragen auf.

Der erste Vorfall ereignete sich am Donnerstagabend gegen 20:30 Uhr, als erste Hinweise auf Drohnen im Umfeld des Flughafens eingingen – zunächst aus dem Bereich Freising und Erding. Um 21:05 Uhr wurden Drohnen in der Nähe des Flughafenzauns gemeldet, eine erste bestätigte Sichtung auf dem Flughafengelände folgte erst gegen 22:10 Uhr – was während dieser Stunde geschehen ist und wo die Drohnen sich währenddessen befanden, ist völlig unklar. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) stoppte daraufhin ab 22:18 Uhr schrittweise den Flugbetrieb; ab 22:35 Uhr waren schließlich beide Start- und Landebahnen gesperrt. Die Sichtungen dauerten laut Polizei bis kurz nach Mitternacht an – eine Suche blieb jedoch ohne jeden Erfolg.

Bis dahin wurden 17 Flüge gestrichen und 15 Maschinen umgeleitet. Zahlreiche Passagiere strandeten in den Terminals, während Polizei und Bundespolizei mit Hubschraubern, Wärmebildkameras und mehreren Dutzend Streifen den Bereich absuchten. Eine Drohne oder deren Steuerer wurden nicht gefunden. Gegen 0:20 Uhr konnte der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden.

Am Freitagabend kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall. Gegen 20:50 Uhr meldeten Zeugen abermals Drohnen über dem westlichen Flughafengelände. Die DFS stoppte daraufhin umgehend alle Starts und Landungen. Beamte der Bundespolizei sowie Spezialkräfte der Landespolizei suchten das Gelände stundenlang ab – auch diesmal spur- und erfolglos. Erst gegen 23:30 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder freigegeben. Nach Angaben des Flughafens kam es in der Folge zu mehr als 70 Flugausfällen und zahlreichen Umleitungen.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel