Die Aufarbeitung der Coronapandemie schreitet in den USA voran – und zwar nicht gegen die Regierung, sondern wegen der Regierung. Der als Gesundheitsminister im Trump-Kabinett gehandelte Robert F. Kennedy Jr. zählt zu den Corona-Kritikern erster Stunde. Es wartet die Aufgabe, die Korruption in der Arznei- und Lebensmittelbehörde (FDA) zu bekämpfen und eine gesündere Ernährung zu fördern.
Es ist eben das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Kaum jemand wird unter amerikanischen Linken so verachtet wie der Neffe John F. Kennedys, des beliebten Präsidenten, der 1963 durch ein Attentat ermordet wurde und ein Aushängeschild der demokratischen Partei war. Und nun schlägt der Neffe einen ganz anderen Weg ein, hat das Establishment gegen sich, das ihn als durch und durch irrational schildert – und kommt doch an die Macht.
Teilen seiner berühmten Familie gilt er inzwischen als Nestbeschmutzer. Fünf Familienmitglieder haben eine Erklärung abgegeben, in der sie seine Unterstützung Donald Trumps als „Verrat“ bezeichneten. Kennedy sagte, es stehe seinen Familienmitgliedern frei, seine Entscheidung abzulehnen. Er sagt: „Nicht ich habe die demokratische Partei verlassen – sie verließ mich.“ Die Demokraten-Partei, mit der er aufgewachsen ist, sei noch eine Partei der Bürgerrechte gewesen, die dem Geheimdienst, der Wallstreet und dem militärischen Komplex misstraut hatte. Das sei nun alles anders.
I didn't leave the Democratic Party — the Democratic left me. pic.twitter.com/l1ygQmDNbu
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











