Hat Jens Spahn die Debatte um Frauke Brosius-Gersdorf absichtlich eskalieren lassen, um die Bundesregierung zu schwächen und eine Zusammenarbeit mit der AfD zu ermöglichen? Diese Frage warf Ricarda Lang im Podcast-Gespräch mit dem stellvertretenden Bild-Chefredakteur Paul Ronzheimer auf. In ihren Augen gibt es drei Möglichkeiten, wie das Vorgehen des Vorsitzenden der Bundestagsfraktion von CDU und CSU zu erklären sei.
Es könnte sein, dass der CDU-Politiker einfach nicht in der Lage ist, die Fraktion zu führen, meinte die ehemalige Grünen-Chefin in dem am Dienstag veröffentlichten Gespräch zunächst. „Das Zweite ist: Er ist ein Spieler, also er spielt mit dieser rechtspopulistischen Wut und denkt, dass er diese Welle surfen kann, sie aber am Ende auch immer wieder unter Kontrolle bekommen kann.“
Langs dritte Idee: „Er arbeitet ganz bewusst auch darauf hin, dass diese Regierung scheitert, um eine andere Koalition, zum Beispiel mit der AfD, möglich zu machen“ und dann könne es für die Demokratie gefährlich werden, so die Grünen-Politikerin. Mit anderen Worten: Lang sieht die Möglichkeit, dass Spahn bei der Debatte um Brosius-Gersdorf bewusst eine Spaltung der Koalition in Kauf nimmt, um einen Schritt in Richtung der AfD zu machen.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











