Salafistische Moschee ruft zur Tötung von Ungläubigen auf – und ist offizieller Partner der Stadt Reutlingen

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Salafistische Moschee ruft zur Tötung von Ungläubigen auf – und ist offizieller Partner der Stadt Reutlingen
Bildquelle: NiUS

In der Al-Ikhlas-Moschee in Reutlingen wurde bei einer Koranrezitation zur Tötung von Ungläubigen aufgerufen. In einem Video, das NIUS vorliegt und auf dem YouTube-Kanal der Moschee auf Arabisch hochgeladen wurde, heißt es: „Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf.“

Weiter heißt es: „Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann lasst sie des Weges ziehen. Gewiss, Allah ist vergebend und barmherzig. Diejenigen aber, die ungläubig sind, für sie wird es das Feuer der Hölle geben, wobei mit ihnen kein Ende gemacht wird, sodass sie sterben, und ihnen auch ihre Strafe nicht erleichtert wird.“ Und: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben und nicht denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind.“ Die Übersetzung der Rezitation aus dem Video stimmt mit dem Text der Sure überein.

Das Video, das NIUS vorliegt, stammt dabei vom August 2024 und ist übertitelt mit: „Vom Beginn der Sure Al-Tawbah“. Der Inhalt wird von der Moscheegemeinde auch nicht bestritten. Auf Anfrage von NIUS teilte Mohammed Hafafsa, der stellvertretende Vorsitzende, mit: „Die Koranrezitation hat in dem Video liturgischen Charakter.“ Sie hätte „keinen rechtlichen und handlungsweisenden Charakter, weil sie einen Kontext des 7. Jahrhunderts wiedergeben, der heute nicht gegeben ist.“ Wie in der christlichen Tradition gebe es auch in der muslimischen Tradition seit jeher einen Diskurs, wie der Koran zu verstehen sei, insbesondere in Hinblick auf die heutige Zeit. Fragen, wie sind die Aussagen des Imams mit der freiheitlich-demokratischen Ordnung zu vereinen seien, und wie oft vergleichbare Verse in der Moschee rezitiert wurden, beantwortete die Moscheegemeinde nicht.

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