Ganz zu Beginn ist vermutlich ein kleiner Warnhinweis angebracht: Wenn Sie weiterlesen, lieber Leser, dann sehen Sie gleich ein Schild, das verstörend auf alle wirken könnte, die sich einen Restbestand an intellektuellem und ästhetischen Anspruch bewahrt haben:
Was Sie sehen, ist das Logo von „RespektPommes“. Das ist eine Initiative der New AG, und die wiederum ist ein regionaler Strom-, Gas- und Wasserversorger am Niederrhein. Die Mehrheit an der New AG halten, direkt oder indirekt, die Städte Grevenbroich, Heinsberg, Mönchengladbach und Viersen.
Heutzutage simulieren ja viele Unternehmen – insbesondere solche mit staatlichen Miteigentümern – irgendeine Art von vermeintlich sozialem Engagement. Dadurch werden die Produkte zwar nicht besser, aber die Marketing- und PR-Abteilungen haben etwas zum Arbeiten, und als Manager kann man sich gegenüber den vielen aktiven und ehemaligen Politikern in den Aufsichtsgremien einen schlanken Fuß machen.
Auch die Chefetage der New AG wollte offenkundig mit dem Strom schwimmen. Und aus einem tatsächlich nicht nachvollziehbaren Grund suchte sich der Konzern nun ausgerechnet die sozialen Interaktionen an unseren Freibädern als Spielwiese aus. Man beauftragte eine Agentur mit dem Namen „Ressourcenmangel“.
Das hätte man besser nicht getan. Denn mit den mehr oder weniger Kreativen dort sprang eine Kampagne mit dem vielsagend-nichtssagenden Namen „RespektPommes“ heraus. Und die sieht so aus, als sei der Agenturname Programm:
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