Für die Rente von 2090 – Lars Klingbeil schenkt jedem Kind zehn Euro im Monat

vor 7 Monaten

Für die Rente von 2090 – Lars Klingbeil schenkt jedem Kind zehn Euro im Monat
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Rentendebatte innerhalb der Regierung Friedrich Merz (CDU) ist von Widersprüchen geprägt. Da sagt der Kanzler, eine Rentendebatte müsse ordentlich vorbereitet sein, weshalb erst eine „Rentenkommission“ tagen und ausgefuchste Lösungen aus einem Guss entwickeln soll. Ok. Doch bevor es diesen Arbeitskreis überhaupt gibt, beschließen CDU, CSU, SPD und Linke das milliardenschwere Rentenpaket im Bundestag – aber danach solle die Kommission tagen. Ok. Doch kaum hat Merz diese Schutzbehauptung ausgesprochen, führt ihn sein Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) – wieder einmal – als Schwätzer ohne Macht und Konsequenz vor. Indem der SPD-Chef den nächsten milliardenschweren Rentenvorschlag in regierungsfreundlichen Medien vorstellt.

Klingbeil stellt im Handelsblatt seine Pläne vor. Das Berliner Schmierentheater will uns vormachen, Klingbeil habe einen Entwurf entwickelt und das Handelsblatt sei wider seinen Willen an diesen Entwurf gekommen. Wie dem auch sei: Klingbeil will die „Riester-Rente“ reformieren. Der Heilige Gral der Rentenpolitik, der alle Probleme lösen soll. Vor 20 Jahren. Mittlerweile ist die Riester-Rente den gleichen Weg gegangen, den alle SPD-Projekte gehen: groß angekündigt, Kritiker als rechte Hetzer niedergeschrien, grandios gescheitert, langsam schweigend beerdigt und jeden, der daran erinnert, als rechten Hetzer niederschreien.

Die Riester-Rente sei gescheitert, weil die Gebühren zu hoch und die Renditen zu gering waren, weil die Bürokratie zu groß und praxisfern war. Nach dem Entwurf sind die Kosten auf 1,5 Prozent gedeckelt, werden auf die komplette Laufzeit des Vertrags verteilt, sodass die Sparer den Anbieter wechseln können, worauf der aber eine Gebühr erheben kann. Das Geld fließt in Wertpapiere. Der Sparer erhält aber keine Garantie auf Gewinne oder Zurückzahlungen. Wobei es allerdings ein alternatives Pro dukt geben soll, von dem die Sparer mindestens 80 Prozent ihres Geldes zurückerhalten sollen. Die Riester-Rente ist gescheitert, weil sie zu teuer war, zu wenig auszahlte und zu kompliziert war. Der Entwurf von Klingbeil unterscheidet sich davon, weil… – also dieses mal klappt es bestimmt.

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