Zu Jahresbeginn sind die deutschen Gasspeicherstände so niedrig wie nie zuvor zu dieser Jahreszeit seit Beginn der systematischen Datenaufzeichnung im Jahr 2011. Der Verband „Initiative Energien Speichern“ (INES) zeigt sich vor diesem Hintergrund besorgt: „Die Speicherbefüllung für den Winter 2025/26 reicht für den Fall eines extrem kalten Winters trotz der neuen LNG-Importkapazitäten nicht aus“, sagte Geschäftsführer Sebastian Heinermann der Berliner Zeitung.
Zum 5. Januar waren lediglich 53 Prozent der deutschen Speicher gefüllt. Das geht aus Daten des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe (GIE) hervor. Zum Vorjahreszeitpunkt waren die Speicher rund 20 Prozent stärker gefüllt. Bereits am 27. Dezember lag der Wert mit 58,7 Prozent fünf Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Im September waren die deutschen Gasspeicher mit einer Füllmenge von 77 Prozent bereits auf Rekordtief (Apollo News berichtete).
Der Verband INES sieht die aktuellen Werte als Resultat politischen Versagens: „Die bestehenden politischen Rahmenbedingungen wurden nicht genutzt, um höhere Füllstände sicherzustellen“, sagte Heinermann bereits im November. Dass andere EU-Mitgliedsstaaten im Vergleich mit Deutschland insgesamt besser dastehen, sieht er als deutliches Indiz, „dass die Wintervorsorge durch politische Rahmenbedingungen spürbar verbessert werden kann“.
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