Gleich sieben SPIEGEL-Jornalisten recherchierten gegen NIUS, doch die Story wurde zum Blindgänger. Klar ist: Man wollte NIUS nicht kritisieren, sondern zum Fall machen. Über das erkennbar ideologisch motivierte Stück und das Gespräch mit den SPIEGEL-Reportern sagt NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt: „Das sind wirkliche Glaubenskrieger-Journalisten.“Reichelt spricht von einer „Räuberpistole“, es handle sich um einen geradezu „skurrilen Text“. Die „Hochnäsigkeit, der Hochmut, die Genervtheit davon, dass manche Menschen die Welt anders sehen als der SPIEGEL“, sei die ganze Zeit über zu spüren gewesen.
Hier der Clip aus der Sendung:
Das Problem beim früher geschätzten SPIEGEL sei heute, dass die Redakteure „intellektuell so sehr zerfressen sind von Ideologie“, dass sie nicht mehr in der Lage seien, ein eigenes interessantes Argument zu machen, das dem Gegenüber bedenkenswert erscheinen könnte. „Jeder Mensch sieht, mit welchen Fanatikern man es hier zu tun hat“, so Julian Reichelt.Früher habe es geheißen: „‚SPIEGEL tot, Freiheit tot‘. Heute heißt es: ‚SPIEGEL da, Freiheit tot.“ Reichelt konstatiert: „Der Spiegel ist nicht mehr das Sturmgeschütz der Demokratie, er ist das Sturmgeschütz der Regierung gegen alle unliebsamen Meinungen.“
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