Bundesfinanzminister Lars Klingbeil veranstaltete am Freitagvormittag einen großen Gipfel der Sozialpartner – Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Vertreter kamen in Berlin auf Einladung des Vizekanzlers zusammen, um über „wirtschafts- und finanzpolitische Auswirkungen des Iran-Kriegs“ zu diskutieren.
Damit inszenierte Klingbeil sich vor allem selbst – in Abgrenzung zum Bundeskanzler und vor allem zu Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Ihr Ministerium – eigentlich fachlich zuständig für das Thema, das der Finanzminister mit dieser Konferenz an sich zog – war von Klingbeil geradezu gezielt übergangen worden. Lediglich einen Abteilungsleiter aus Reiches Haus lud man ein.
Ein Affront, den sich Reiche nicht bieten lassen wollte. Im eskalierenden Revier-Kampf der CDU-Ministerin mit ihrem SPD-Kollegen ging die Wirtschaftsministerin jetzt in die Offensive. Während Klingbeil im Finanzministerium seinen Gipfel abhielt, funkte Reiche ihm mit einer spontan angekündigten Pressekonferenz dazwischen – und sparte nicht mit Watschen für den Vizekanzler.
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