„Wir haben immer gedacht: Aus einem schlechten Bildungssystem gehen irgendwann Populisten hervor. Jetzt sehen wir deutlich: Populisten machen auch miserable Bildungssysteme.“ Dieses Statement gibt die Erziehungswissenschaftlerin und Professorin für „Lebenslanges Lernen“ an der Universität Hamburg, Anke Grotlüschen, in einem aktuellen Interview mit dem Spiegel ab.
Aufhänger des Gesprächs ist die sogenannte PIAAC-Studie zu Grundbildungskompetenzen von Erwachsenen. Bei dieser Studie werden in verschiedenen Ländern weltweit die Kompetenzen von Erwachsenen in den Bereichen Lesen, Mathe und „Strategien zur Problemlösung“ analysiert und verglichen. Deutschland erreichte zuletzt ein „hohes mittleres Leistungsniveau“.
Grotlüschen hat jedoch nicht an der Studie mitgewirkt, sondern die Ergebnisse der Studie nach „politischen Gesichtspunkten“ analysiert, heißt es im Spiegel. Und dabei sei sie, so schildert Grotlüschen, zu dem Ergebnis gekommen, dass gerade in „Ländern, in denen populistische Parteien an der Macht sind“ das Bildungsniveau immer weiter sinke. „In Ungarn, Polen, Italien, in Israel und den USA ist der Anteil von Menschen, die kaum lesen und schreiben können, in den vergangenen Jahren gestiegen“, statuiert sie.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











