Im politischen Berlin schlägt der Rückzug von Frauke Brosius-Gersdorf von ihrer Bewerbung als Richterin am Bundesverfassungsgericht hohe Wellen. Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der Alternative für Deutschland, sieht in dem „längst überfälligen“ Schritt einen „kleinen Sieg der Vernunft und der Vernünftigen“, der aber die weiteren Probleme nicht löse. „Grüne“, SPD und Linke schäumen dagegen vor Wut und ergehen sich in wüsten Drohungen und abenteuerlichen Verschwörungstheorien.
Die „Grüne“ Katrin Göring-Eckardt wittert eine „wochenlange Schmutzkampagne“, ihr Fraktionskollege Janosch Dahmen behauptet, die Union, ihr Fraktionschef Jens Spahn, aber auch die SPD hätten Brosius-Gersdorf „der Hetze preisgegeben“. Gemeint ist die kritische Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit mit den extremen, am Rande oder jenseits der Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz rangierenden Positionen der Kandidatin zu Abtreibung, Impfpflicht, Ehe und Familie und zum AfD-Verbot.
Nicht nur die „Grünen“-Fraktionsvorsitzenden Katharina Dröge und Britta Haßelmann glorifizieren Brosius-Gersdorf als „exzellente, hoch qualifizierte Juristin“, auch SPD-Chef Lars Klingbeil und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch pochen auf die „Exzellenz“ ihrer Kandidatin, zu der die SPD „immer gestanden“ hätte.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











