„Recherchen nicht unterdrückt“: ZDF weist Beschwerde von Mitarbeiter Halbach über fehlende redaktionelle Unabhängigkeit zurück

vor 9 Monaten

„Recherchen nicht unterdrückt“: ZDF weist Beschwerde von Mitarbeiter Halbach über fehlende redaktionelle Unabhängigkeit zurück
Bildquelle: NiUS

Vor dem Kulturausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag erhob ZDF-Mitarbeiter Andreas Halbach vergangene Woche schwere Vorwürfe gegen seinen Sender. Im Rahmen einer Anhörung von Sachverständigen bemängelte er die fehlenden Kritikmöglichkeiten innerhalb der Sender, berichtete von unterdrückter Berichterstattung und sogar von Einschüchterungsversuchen gegen langjährige Mitarbeiter. Gegenüber NIUS widerspricht der Sender nun den Vorwürfen seines Angestellten.

„Das ZDF weist die Darstellung von Herrn Halbach zurück. Recherchen zur Schlesinger-Affäre beim RBB wurden auf ihren Nachrichtenwert hin geprüft, aber nicht unterdrückt. Das ZDF hat regelmäßig zur RBB-Affäre berichtet. Interne ‚Strafversetzungen‘ oder Entlassungen gab es nicht. Dass eine Berichterstattung zur Wohnungsnot ‚gekippt‘ worden sei, ist ebenfalls unzutreffend. Der Beitrag ‚Flüchtlingskrise steigert Wohnungsnot – Das Dilemma der Kommunen‘ wurde am 24. Oktober 2023 im ZDF-Magazin ‚frontal‘ gesendet. Eine Änderung am Beitrag war erfolgt, weil ein Sachverhalt bei der Recherche nicht ausreichend geprüft worden war“, heißt es in der Antwort auf eine NIUS-Anfrage.

Der langjährige Redakteur des Magazins „Frontal“, Andreas Halbach, äußert schwere Vorwürfe gegen das ZDF.

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