Begleitetes Trinken, Rauchen in der Öffentlichkeit, Lachgas – die Liste von Verboten wird immer länger. Cannabis steht nicht drauf. Rauchen nein, Kiffen ja, sozusagen.
Beim Alten bleibt es jedenfalls erst einmal auch bei der Teillegalisierung von Cannabis. Man erinnert sich: Der Schwarzmarkt wird dezimiert, der Jugendschutz verstärkt, Polizei und Justiz werden entlastet – das war der Plan. Der Plan von Karl Lauterbach, der nicht nur Vorsitzender des neuen Bundestags-Forschungsausschusses, sondern bekanntlich auch bei der WHO untergekommen ist und sich jetzt um die Weltgesundheit kümmert; nächste Station ist das Universum.
Als Ergebnis heftiger Debatten ist ein vorhersehbar miserables Gesetz mit viel Bürokratie, ohne Chance auf Umsetzung, aber dafür mit mehr Drogenkonsum herausgekommen. All das war absehbar, es war vorhergesagt worden.
Legendär und ein gutes Beispiel für Arroganz und Ignoranz von »Gesundheitspolitik« war die Art und Weise, wie ein »Grenzwert« von Cannabis festgelegt wurde, der künftig im Straßenverkehr zu gelten hat.
Nachdem die mit disziplinübergreifenden Experten seit etlichen Jahrzehnten tätige, »Grenzwertkommission« festgestellt hatte, dass ein neuer Grenzwert nicht mit ausreichender wissenschaftlicher Begründung neu festgelegt werden könne, wurde sie ruckzuck ausgebootet und durch eine neue Kommission ersetzt, die natürlich »unabhängig« war.
Dieser »Expertenbeirat« präsentierte denn auch blitzschnell den neuen THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml Blutserum, mehr als dreimal so hoch wie der bisherige THC-Grenzwert von 1,0 ng/ml Blut. Nur der Polizeivertreter in diesem Beirat zeigte Courage und schloss sich diesem Urteil, das komplett politisch motiviert war, nicht an.
Es ist exakt so gekommen, wie viele Kritiker es vorhergesagt hatten: Vor allem junge Menschen haben nur mitbekommen, dass es jetzt legal sei, zu kiffen, und haben auch gleich losgelegt. Folge: Die Nachfrage steigt, die Mafia sorgt für Nachschub.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











