Die ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow von der Linkspartei und Reiner Haseloff von der CDU ziehen in einem gemeinsamen Gespräch gegenüber dem Spiegel eine gemischte Bilanz ihrer Amtszeiten. Geprägt seien ihre Regierungszeiten von Dauerkrisen, politischen Fehleinschätzungen – und vor allem vom Aufstieg der AfD.
Beide beschreiben zunächst die Corona-Pandemie als einschneidendste Herausforderung ihrer Regierungsjahre. Haseloff spricht von der „längsten und tiefgreifendsten Krise“, während Ramelow ausführt, dass politische Reaktionen nicht immer ausgereicht hätten. Insbesondere Dynamiken gesellschaftlicher Proteste seien ihm zufolge nicht ausreichend antizipiert worden.
„Die Montagsdemonstrationen bei Corona etwa haben wir lange unterschätzt“, sagt Ramelow rückblickend. Weiter führt er hierzu aus, dass vielfach „die Ordnungsämter nichteingegriffen haben, obwohl es gar keine Genehmigungen gegeben hatte“. Im Nachhinein hätte man diesen Aussagen zufolge also noch rigoroser mit Kritikern der Corona-Maßnahmen umgehen sollen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











