Ein verhinderter Terroranschlag in Dingolfing, islamistischer Terror gegen Juden in Australien, verbarrikadierte Weihnachtsmärkte – wie steht es um die Sicherheitslage Deutschlands? Bei NIUS Live sprach Rainer Wendt über seine persönlichen Beobachtungen auf dem Weihnachtsmarkt und warum Deutschland von ausländischen Geheimdiensten abhängig ist.
Als Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft kennt Rainer Wendt die Sicherheitslage besser als kaum ein anderer. Am Montagmorgen diskutierte der 69-Jährige bei NIUS Live zusammen mit NIUS-Chef Julian Reichelt, NIUS-Kommentator Waldi Hartmann sowie Moderator Alex Purrucker über die „hohe Bedrohungslage“. Wendt merkte an, dass es Hunderte solcher sogenannter Gefährder in der Bundesrepublik gebe. „Die werden nicht alle rund um die Uhr beobachtet, das können wir gar nicht und das dürfen wir auch gar nicht. Weil die Gerichte natürlich genau hinschauen, welche Grundrechtseingriffe gegenüber diesen Gefährdern die Polizei leisten darf.“
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„Das heißt, es gibt eine große Unbekannte – das ist der Albtraum aller Ermittler: Einzeltäter, die sich irgendwo im Netz oder in irgendeiner Moschee radikalisieren, sich bewaffnen und sich dann zu einer Terrortat entschließen“, führt Wendt aus. Der aktuelle Fall in Dingolfing sei anders, weil fünf Personen beteiligt gewesen wären und kommuniziert hätten. „Das hinterlässt überall Spuren“ und macht es für Ermittler einfacher, so der Gewerkschaftschef.
„Das ist anders als bei einem Einzeltäter, wie beispielsweise in Magdeburg, eine solche Tat kaum zu verhindern, wenn er denn dazu entschlossen ist.“
Weihnachtsmarkt in Dingolfing. Der Hinweis auf den möglichen Anschlag kam vom bayerischen Verfassungsschutz.
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