Radikale Palästina-Gruppe Handala: Sächsische Beamtin führte verfassungsfeindliche Demo an

vor 5 Monaten

Radikale Palästina-Gruppe Handala: Sächsische Beamtin führte verfassungsfeindliche Demo an
Bildquelle: Apollo News

Die propalästinensische Gruppierung „Handala“ steht erneut im Fokus der Sicherheitsbehörden. Wie MDR-Investigativ berichtet, ist eine zentrale Akteurin der Gruppe selbst langjährige Beamtin des Freistaats Sachsen. Namentlich handelt es sich dabei um Anne Lewerenz, die nach eigenen Angaben seit 16 Jahren als Referentin in der Landesdirektion Sachsen arbeitet und zuletzt öffentlich als Versammlungsleiterin der maßgeblich von Handala organisierten Demonstration in Leipzig-Connewitz auftrat.

Die Demonstration, die am 17. Januar unter dem Motto „Antifa means: Free Palestine“ stattfand, polarisierte Leipzigs linksradikale Szene an der Frage des Verhältnisses zu Israel – auf der Straße standen sich dann israelfeindliche und israelsolidarische Antifa-Gruppen gegenüber. Es kam zu Übergriffen auf Journalisten, Teilnehmer verweigerten auf Nachfrage eine Distanzierung von den Terrorangriffen der Hamas, zudem wurden israelfeindliche Parolen skandiert. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz (Apollo News berichtete). Handala gilt den Behörden als Teil eines linken, extremistischen Spektrums, in dem Israelfeindlichkeit und Judenhass zuletzt deutlich zugenommen haben. vom sächsischen Verfassungsschutz wird die Gruppe als „gesichert extremistisch“ eingestuft.

Lewerenz trat bei der Versammlung nicht nur als Leiterin auf, sondern initiierte auch ein Crowdfunding für die Demonstration, das unter ihrem Namen beworben wurde. Genau dieser Punkt rückt nun die beamtenrechtliche Dimension des Falls in den Mittelpunkt. Die Landesdirektion Sachsen erklärte gegenüber dem MDR zunächst ausweichend, zog eine erste Stellungnahme zurück und teilte schließlich mit, der Sachverhalt werde „ermittelt und geprüft“.

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