Beim Bundeskongress des Jugendverbandes der Linkspartei ist es am vergangenen Wochenende zu Streitigkeiten gekommen. Mitglieder, die sich in der Vergangenheit nicht deutlich genug gegen den Staat Israel positioniert hatten, wurden nach Angaben von Teilnehmenden angefeindet und bedroht.
Mehrere Delegierte verließen den Kongress vorzeitig, nachdem ihnen laut übereinstimmenden Berichten angekündigt worden war, man werde sie nachts in ihren Hotelzimmern aufsuchen. Ein Teilnehmer sprach gegenüber dem Tagesspiegel von „Psychoterror aus den eigenen Reihen“.
Seit dem Beginn der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vor drei Wochen beobachten Parteimitglieder eine zunehmende Radikalisierung israelfeindlicher Strömungen innerhalb der Linken. Demnach sollen in internen Chatgruppen gezielt Mitglieder zur Aufgabe oder zum Austritt gedrängt werden, wenn sie sich in den vergangenen Jahren nicht klar gegen Israel gestellt hätten.
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