Der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, hat angesichts der angespannten Haushaltslage des Bundes Einsparungen bei staatlichen Förderungen im Immobilien- und Energiebereich angeregt. „Viele Subventionen im Energiebereich sind überflüssig und führen zu hohen Mitnahmeeffekten, beispielsweise Subventionen für Wärmepumpen und Wärmedämmung“, sagte er gegenüber der Welt am Sonntag.
Nach Einschätzung des Ökonomen hätten Bauherren bereits aus eigenem wirtschaftlichem Interesse einen Anreiz, in energieeffiziente Gebäude zu investieren, da sie langfristig von niedrigeren Heizkosten profitierten. Darüber hinaus verwies Fuest auf weitere Ausgaben, die aus seiner Sicht verzichtbar seien, darunter die Bausparzulage sowie der staatliche Zuschuss zum Baukindergeld.
Für kurzfristige Entlastungen des Haushalts nannte Fuest zwei konkrete Maßnahmen. „Man könnte als Sofortmaßnahme alle rechtlich noch nicht bindend zugesagten Subventionen um ein Drittel reduzieren und einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst außerhalb des Bereichs der Landesverteidigung verhängen“, sagte er.
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