Vor dem Landgericht Aschaffenburg hat am Donnerstag das Sicherungsverfahren gegen einen afghanischen Staatsangehörigen begonnen, der im Januar eine Kita-Gruppe im Schöntal-Park angegriffen hat und dabei ein Kind (2) und einen eingreifenden Passanten (41) getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zweifachen Mord und mehrfachen Mordversuch vor. Ein psychiatrisches Gutachten bescheinigt dem Mann Schuldunfähigkeit, weshalb die Anklagebehörde seine dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen Psychiatrie beantragt hat, berichtet die Bild.
Laut Anklage soll der Beschuldigte, Enamullah O., am 22. Januar 2025 gegen 11:46 Uhr im Aschaffenburger Schöntal-Park eine blutige Gewalttat begangen haben. Demnach schaltete er auf seinem Handy ein YouTube-Video mit dem Titel „Motivierende Kampfmusik“ ein, während er durch den Park lief – im Rucksack ein rund 30 Zentimeter langes Küchenmesser.
Zur gleichen Zeit befand sich eine Gruppe aus zwei Erzieherinnen und fünf Kindern auf einem Spaziergang. Den Ermittlungen zufolge fiel der Mann durch sein Verhalten und die laute Musik auf, weshalb die Frauen kehrtmachen wollten. Doch bevor sie reagieren konnten, soll O. an ihnen vorbeigegangen sein, Kindern Mützen und Schals vom Kopf gerissen und den zweijährigen Yannis aus dem Kinderwagen gezogen haben. Das Kind wurde durch mehrere Messerstiche tödlich verletzt. Kurz darauf griff der Täter auch die gleichaltrige Elin an und fügte ihr schwere Verletzungen zu.
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