Der Vorgang ist so bemerkenswert wie irre: Bei seinem „Antrittsbesuch“ als Kanzler im Land Brandenburg wird Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach Strategien im Umgang mit der AfD gefragt.
Man sei da schon „sehr weit“ gekommen, sagt Merz und ergänzt: „Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen.“ Die Botschaft: Wir vollziehen gerade die Migrationswende, stoppen gewissermaßen den Nachschub an Migration, aber im Stadtbild sieht man die Fremden halt noch, weshalb im Bewusstsein der Leute unsere tolle Politik noch nicht angekommen ist.
Eine Tatsachenbeschreibung, die so oder mit etwas anderen Worten auch schon von Alt-Bundespräsident Joachim Gauck („Menschen denken, ich bin nicht mehr dort zu Hause, wo ich wohne“), CSU-Chef Markus Söder oder CSU-Vize Manfred Weber („Unsere Städte werden ihr Gesicht verändern, das müssen wir den Menschen ehrlich sagen“) gekommen sind.
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