Deutschland hat seinen Platz unter den zehn besten Ländern im weltweiten Pressefreiheitsranking verloren und ist auf Platz 11 abgerutscht, wie die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) am Freitag vor dem Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai) mitteilte. Hauptgrund für die Verschlechterung sei ein „zunehmend feindliches Arbeitsumfeld“ für Journalisten, insbesondere durch Angriffe aus rechten Kreisen.
In Deutschland sieht RSF trotz der vergleichsweise guten Position wachsende Probleme. „Auch 2024 waren erneut diejenigen Journalisten gefährdet, die sich mit rechtsextremen Milieus und Parteien wie der AfD beschäftigten: Sie berichten von Feindmarkierungen, Bedrohungen, Beleidigungen und Angst vor körperlicher Gewalt“, heißt es im Bericht. Zudem erschwerten unverhältnismäßig hohe Hürden die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt, während die wirtschaftliche Lage der Medienhäuser sich verschlechtert habe.
Die Rangliste unterdessen führt Norwegen an, gefolgt von Estland und den Niederlanden. Europa bleibt die Region mit den besten Bedingungen für Journalisten, wobei nur sieben Länder – alle in Europa – eine „gute“ Lage aufweisen.
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