Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat eine viel beachtete Klimastudie zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels zurückgezogen. Die in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Arbeit „The economic commitment of climate change“, verfasst von einem Forscherteam um Maximilian Kotz und Anders Levermann, war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Klimawandel bis 2049 zu massiven Einkommensverlusten der Weltwirtschaft führen würde.
Die Studie prognostizierte rund 38 Billionen US-Dollar Einbußen in der globalen Wirtschaftsleistung bei einem „mittelschlimmen“ Verlauf der Erderwärmung. Ihre zentrale Botschaft lautete, dass die erwarteten Klimaschäden mehr als sechsmal so hoch seien wie die Kosten, die nötig wären, um die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. In der politischen Debatte wurde die Studie genutzt, um den Klimawandel als größeres Risiko für die Wirtschaft darzustellen als klimapolitische Maßnahmen.
Selbst wenn der Ausstoß von CO₂ von heute auf morgen vollständig zum Erliegen käme, rechnete die Studie noch mit einem weltweiten Einkommensverlust von 19 Prozent. Die Arbeit fand weltweit große Beachtung und wurde innerhalb kurzer Zeit zu einem vielzitierten Referenzpunkt für wirtschaftliche Klimarisiken. Ihre Ergebnisse flossen in Berichte und Szenarien einflussreicher Institutionen wie der OECD oder der Weltbank ein.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











