Der Chef des Keksherstellers Bahlsen, Alexander Kühnen, hat sich deutlich von der AfD distanziert und Unternehmen zu einem stärkeren politischen Bekenntnis zur Demokratie aufgerufen. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur begründete der Manager seine Haltung sowohl mit den Werten seines Unternehmens als auch mit wirtschaftlichen Erwägungen. Positionen wie „Remigration“ seien für Bahlsen nicht akzeptabel, erklärte Kühnen.
Mit Blick auf die Grundüberzeugungen des Familienunternehmens aus Hannover sagte Kühnen: „Wenn ich mir anschaue, welche Parteien diese Werte vertreten, dann sind das die demokratischen Parteien.“ Zugleich zog er eine klare Grenze: „Und es gibt klare Grenzen. Positionen wie Remigration sind für uns nicht akzeptabel.“ Damit positionierte sich der Unternehmenschef ausdrücklich gegen zentrale migrationspolitische Forderungen der AfD.
Kühnen begründete seine Distanz zur Partei auch wirtschaftspolitisch. Deutschland sei auf qualifizierte Zuwanderung und internationale Vernetzung angewiesen. „Wir brauchen Fachkräfte, wir brauchen offenen Handel in Europa, wir brauchen stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, sagte der Bahlsen-Chef. „Vor diesem Hintergrund ist die AfD für mich keine Alternative – weder unternehmerisch noch persönlich.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











