Wenn Ideologie über Fachkompetenz steht und der Tanz um das Goldene Kalb Klimaschutz vernunftbasierte Entscheidungen blockiert, gibt es nicht nur Rezession, sondern Depression. Die Realitätswahrnehmung von Politikern ist stark eingeschränkt, es gelten die Grundsatzbeschlüsse der Parteien, egal, was in der Welt passiert. Damit ist der weitere Weg auf der schrägen Ebene vorgezeichnet – nach unten.
Manchmal macht sich Fortschritt am einfach Sichtbaren fest. Beim diesjährigen Kraftwerkstechnischen Kolloquium der Technischen Universität Dresden gab es von der Terrasse des Internationalen Kongress-Centers wieder einen schönen Blick auf die Elbe. Im Vorjahr war flussaufwärts hinter einer Biegung noch die eingestürzte Carola-Brücke zu erkennen. In diesem Jahr waren die Reste beräumt. Immerhin das ist Fortschritt in Deutschland.
Echter Fortschritt war auf der Fachveranstaltung mit über 900 Teilnehmern aus dem In- und Ausland zu erkennen, vor allem in den vielfältigen Beiträgen. Zu Themen wie optimierte Feuerungsregelungen, innovatives Kessel-Monitoring, Wirbelschichttechnologie bei Biomassekraftwerken, Effizienzsteigerung geothermaler Wärmegewinnung, Korrosionsmessung an Müllverbrennungsanlagen und vielem mehr tauschten sich die Fachleute aus. Natürlich auch zu Technik und Technologien des Umgangs mit Wasserstoff. Die Erkenntnis dazu: Die technischen Fragen der Wasserstoffnutzung sind lösbar.
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