Der Folter-Diktator Baschar al-Assad wurde von islamistischen Milizen gestürzt. Die Situation dort: aktuell unklar. Einige Experten vermuten, das Land könnte nun in die Regierungshände von Islamisten fallen. Viele Exil-Syrer wiederum hoffen auf einen besseren Ausgang und wünschen sich eine Rückkehr in ihre Heimat. Tausende Syrer aus der Türkei machten sich bereits auf den Weg zurück.
Jedoch beziehen Tausende in Deutschland lebende Exil-Syrer Sozialhilfe. Könnten also womöglich bald auch viele Syrer zwischen Deutschland und Syrien durch einen Flug-Trick pendeln? Und einige davon womöglich gar auf Stütze-Kosten? Im Sommer erst gab es in Deutschland eine größere Debatte über afghanische Flüchtlinge, die Heimaturlaub in Afghanistan machten, wovon einige wohl auch Stütze beziehen.
Fakt ist: 518.000 Syrer kriegen mittlerweile Stütze – das sogenannte „Bürgergeld“. Das ist fast die Hälfte der insgesamt 972.460 hier lebenden Menschen aus Syrien (Quelle: Bundesamt für Statistik). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verzeichnete 72.420 Erstanträge auf Asyl durch Syrer. Das ergibt eine Zahl von einer Million Personen.
Syrische Familien warten am Cilvegozu-Grenzübergang in der Nähe der südtürkischen Stadt Antakya darauf, von der Türkei nach Syrien zu gelangen.
Den Anspruch auf Bürgergeld erwirbt ein syrischer Staatsbürger jedoch nach frühestens 18 Monaten des Aufenthaltes in Deutschland. Zuvor erhält er Zahlungen über das Asylbewerberleistungsgesetz.
Und: Lediglich 222.610 Syrer in Deutschland gingen im Mai 2024 einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, zahlten also in die Sozialkassen ein (Quote 32,7 Prozent) – zum Vergleich: Bei Deutschen lag die Quote bei 65,3 Prozent.
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