Ein Kommentator des öffentlich-rechtlichen Senders Phoenix hat AfD-Chefin Alice Weidel nach ihrer Rede bei der Generaldebatte im Bundestag vorgeworfen, falsche Zahlen zum Thema „Abschiebungen“ zu nutzen, um „die Lage des Landes so drastisch und schlecht wie nur irgend möglich zu schildern“. Nur: Der Kommentator selbst brachte einiges durcheinander. Die Zahlen, die Weidel nannte, sind korrekt.
Am Mittwochmorgen startete die zweite Haushaltsdiskussion im Bundestag innerhalb weniger Tage. Nachdem in der vergangenen Woche über den Haushalt für das laufende Jahr debattiert wurde, ging es nun um den für das Jahr 2026. Bundeskanzler Merz sprach zu den Abgeordneten, Heidi Reichinnek (Die Linke) trat ans Rednerpult, und auch weitere Abgeordnete wie Unionsfraktions-Chef Jens Spahn bekamen Redezeit. Doch dann sprach AfD-Chefin Alice Weidel – und der Kommentator von Phoenix, dem öffentlich-rechtlichen Sender, der die Debatte live übertrug, fühlte sich sofort zu einer Einordnung bemüßigt.
„Es ist erkennbare Absicht der AfD, die Lage des Landes so drastisch und schlecht wie nur irgend möglich zu schildern – unabhängig von objektiven Daten, und das galt jetzt auch für die Rede von Alice Weidel“, so der Kommentator. „Nehmen wir das Beispiel Abschiebungen. Da hat sie von 700 gesprochen. In diesem Jahr sind es tatsächlich 12.000 gewesen, die abgeschoben worden sind aus Deutschland“, erklärte der Kommentator.
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