Bei Markus Lanz sprach SPD-Urgestein Peer Steinbrück mal wieder Klartext – und deutete an, was er von Olaf Scholz hält: nämlich etwas, wofür man ihn aus der Partei werfen könnte.
Peer Steinbrück ist dafür bekannt, keine Floskeln zu verbreiten. Der SPD-Mann (unter anderem Ex-NRW-Ministerpräsident, Ex-Bundesfinanzminister und Ex-Kanzlerkandidat) stellte sich gestern in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ den bohrenden Fragen des Moderators. Das Gespräch kam auch auf den Kiew-Besuch des Bundeskanzlers, den Steinbrück „für richtig“ hielt. Dieser sei kein Wahlkampf-Manöver gewesen, man könne den Kanzler ja nicht zur Passivität verurteilen. „Dann müsste der Bundeskanzler morgens im Bett bleiben und dürfte gar nichts mehr tun.“
Den Wackel-Kurs des Kanzlers (einerseits Unterstützung der Ukraine, andererseits keine Taurus-Lieferungen, dafür Gespräche mit Putin) wollte er allerdings nicht mittragen: Steinbrück ist ein Befürworter der Taurus-Lieferungen. Von Lanz gefragt, „Und wie erklären Sie sich, dass der amtierende Kanzler das nicht macht?“, meinte der Genosse: „Das kann ich Ihnen nicht beantworten, weil ich nicht der amtierende Kanzler bin!“
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