Es ist noch gar nicht so lange her, da warb die SPD mit dem Wahlspruch vom „Respekt“ um die kleinen Leute, wollte etwas für die Mehrheit tun („Das Wir entscheidet!“) oder zumindest dafür sorgen, dass bei den Arbeitern mehr Wohlstand ankommt: „Mehr für dich. Besser für Deutschland!“ Wenn man den Niedergang der Partei nicht nur in den Umfragen und bei Wahlen, sondern auch in ihren Werten sieht, genügt ein Blick in die zurückliegenden Wochen.
Da schickt Baden-Württembergs SPD-Chef Andreas Stoch ausgerechnet während eines Besuchs einer Tafel für arme Leute seinen Fahrer über die nahe Grenze nach Frankreich, um Pasteten und frisches Baguette zu holen. Der soll ein Foto von den Auslagen machen, damit der Sozialdemokrat nach geheuchelter Anteilnahme an der proletarischen Kärglichkeit eine gediegene Auswahl treffen kann, erzählt er später einem TV-Team. Prahlhans ist Küchenmeister, nachdem er bei Schmalhans die deutschen Umstände in Deutschland angeprangert hat. Eine Szenerie, die man sich bodenloser und volksferner nicht vorstellen kann.
Proletarische Kärglichkeit kann ja nicht alles sein. Besonders die französischen Pasteten haben es dem baden-württembergischen SPD-Chef Andreas Stoch angetan.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











