Carsten Linnemann wollte in Stuttgart vermutlich zeigen, dass er ein großer Redner ist, der Massen begeistern kann. Er hat aber auch gezeigt, dass er in der Partei noch Karriere machen will, und, dass er glaubt, das am besten zu erreichen, indem er Friedrich Merz schmeichelt. Vielleicht liegt er damit richtig. Vielleicht – vor allem wenn er es dabei übertreibt – aber auch nicht.
Carsten Linnemann sprach wie jemand, der mit der Regierung unzufrieden ist. Und zwar sehr unzufrieden. Er sprach so, als wäre er in der Opposition. Und da jemand, der mit seiner Regierung nicht zufrieden ist, so er denn ein Demokrat ist, die Opposition wählen muss, erschrak Carsten Linnemann wahrscheinlich, als er bemerkte, was er da so sagte, während er sich in Rage geredet hatte. Und vielleicht dachte Carsten Linnemann an diesem Punkt, dass seine Zuhörer denken könnten, er sei von der AfD, oder würde zumindest mit dieser Partei sympathisieren.
Da erschrak Carsten Linnemann und begann unverzüglich, auf die AfD zu schimpfen. Und er wiederholte einen Vorwurf, von dem er wissen kann, dass er falsch ist, nämlich dass diese Partei die Remigration befürworten würde. Und da, einmal in Rage geredet und schon heiser, erklärte er, dass das deutsche Wirtschaftswunder begann, nachdem Gastarbeiter und Migranten nach Deutschland kamen.
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