Seit kurzem ist bekannt, dass der Bundesnachrichtendienst bereits im April 2020, kurz nach Beginn des ersten Lockdowns, starke Indizien dafür hatte, dass Covid-19 aus einem chinesischen Biolabor, dem Wuhan Institute of Virology, stammte. Das Bundeskanzleramt hielt diese Information jedoch unter Verschluss, nicht einmal das für die Überwachung des Geheimdienstes verantwortliche Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags war über die Arbeit des BND in dieser Sache informiert. Darüber berichteten die Süddeutsche Zeitung und die Zeit.
Nach der Veröffentlichung der Rechercheergebnisse fordert das Kontrollgremium nun Aufklärung. So hat das Gremium die Bundesregierung dazu aufgefordert, deren Erkenntnisse zum Ursprung des Covid-19 zu veröffentlichen. In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Gremiums heißt es unter anderem: „Das Aufklärungsinteresse und den Untersuchungsprozess an sich begrüßt das Gremium ausdrücklich.“
Gleichzeitig wird Kritik an der Bundesregierung laut: „In der Beratungssitzung hat die Bundesregierung den Sachverhalt in einigen Punkten anders beschrieben als in der medialen Berichterstattung dargestellt.“ Man sei „gleichwohl der Auffassung, die Bundesregierung hätte das Gremium früher unterrichten müssen, welche konkreten Arbeitsthesen bezüglich des Ursprungs der Corona-Pandemie der Bundesnachrichtendienst prüft und aufklärt.“
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