Der Vorstandsvorsitzende des US-Softwarekonzerns Palantir, Alexander Karp, hat Deutschland schwere Versäumnisse in der Migrations- und Sicherheitspolitik vorgeworfen. In einem Interview mit dem Handelsblatt bezeichnete er die deutsche Flüchtlingspolitik als historischen Fehler und forderte einen grundlegenden Kurswechsel.
„Die Migrationspolitik Deutschlands war die dümmste Entscheidung, die je in der deutschen Nachkriegszeit getroffen wurde“, sagte Karp. Die politischen und kulturellen Konsequenzen würden verdrängt, obwohl sie längst sichtbar seien. Deutschland verschließe die Augen vor den Veränderungen in den Städten. Die Bevölkerung wolle eine Politik, „die ihnen ein gutes Gefühl gibt – und bei der zwangsläufig etwas Schlechtes passieren wird“. Wenn die Folgen einträten, sei das Entsetzen groß.
Karp fordert eine konsequente Grenzpolitik. „Grenzen zu“, lautet seine zentrale Botschaft. Menschen ohne gültige Papiere, die auch nur entfernt mit Kriminalität in Verbindung stünden, sollten das Land verlassen. „Hier ist das Flugticket. Ihr habt vier Wochen Zeit, das Land zu verlassen, danach wird es nicht nett für euch.“ Deutschland unterschätze die Sicherheitsrisiken, warnte Karp. „Ich sage euch, jeden Tag kann ein Terroranschlag passieren. Sogar auf die Weihnachtsmärkte muss man aufpassen.“ Gleichzeitig streite das Land über Palantir und Datenschutz. „Das ist surreal.“
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