Peter Magyar ist nicht der Untergang Ungarns – und das Post-Orban-Ungarn ist nicht verloren

vor 3 Monaten

Peter Magyar ist nicht der Untergang Ungarns – und das Post-Orban-Ungarn ist nicht verloren
Bildquelle: NiUS

Die Art und Weise, wie Linke und Zentristen in Europa die Niederlage Viktor Orbáns regelrecht feiern – obwohl er sich nach 16 Jahren an der Spitze des Landes mit einer geradezu klassischen Geste geschlagen gab und seinem Herausforderer Péter Magyar gratulierte –, zeugt von einer Niedertracht, die man sonst nur aus Wahlkämpfen kennt, in denen der Gegner nicht als politischer Kontrahent, sondern als existenzielle Bedrohung gilt. „Schmerzaft, aber eindeutig“, nannte Orbán seine Niederlage in der Nacht zum Montag, und selbst das klang noch nach der Würde eines Mannes, der weiß, dass Geschichte in Zyklen verläuft.

Von rechten Kommentatoren wird diese Niederlage hingegen mit großer Bitterkeit und einem Schuss Fatalismus aufgenommen. Kein Wunder: Eine ganze Epoche geht zu Ende. Orbán galt als Pionier des illiberalen Konservatismus, als der Mann, der 2010 mit dem Slogan „Wir werden nicht mehr sein, was wir waren“ eine Gegenbewegung zur liberalen Hegemonie Europas startete.

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