Am Freitagabend fand im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion die Eröffnungsfeier der diesjährigen Olympischen Winterspiele statt. Aufgrund der politischen Gemengelage waren insbesondere die Publikumsreaktionen auf den Einmarsch der iranischen und israelischen Delegationen erwartet worden. Umso mehr sorgte jedoch die Moderation in der ARD-Übertragung für Irritationen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Sportkommentator Tom Bartels und dem Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. Beim Einmarsch der iranischen Delegation deuteten beide zwar an, dass es politische Begleitumstände gebe. „Die Politik lässt sich aus einer solchen Veranstaltung nicht heraushalten“, sagte Bartels. Was genau in den vergangenen Wochen geschehen ist und wer dafür die Verantwortung trägt, blieb in der Moderation jedoch vollständig unerwähnt. Die Nachrichten aus dem Iran seien jedoch „furchtbar“, so Bartels weiter.
„Da denken, glaube ich, viele Menschen heute an etwas anderes“, sagte di Lorenzo, ehe er schnell auf eine begrüßenswerte Aktion des iranischen Regimes zu sprechen kam. Dieses habe nämlich zum ersten Mal eine Frau ins Olympische Komitee gewählt. „Vielleicht setzt sie sich ja dafür ein, dass Schwimmerinnen endlich an internationalen Wettbewerben teilnehmen können“, hoffte di Lorenzo.
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