„Es musste sofort gehandelt werden“, erklärte der Strafverteidiger Karl-Heinz Grassers. Die Operation, die Anfang der Woche durchgeführt wurde, verlief erfolgreich. Grasser befindet sich nun auf dem Weg der Besserung, wenngleich sein Zustand weiterhin als ernst beschrieben wird. „Es geht ihm noch nicht sehr gut, aber die Lebensgefahr ist gebannt“, so Ainedter.
Der ehemalige Finanzminister sitzt derzeit in der Justizanstalt Innsbruck eine rechtskräftige Freiheitsstrafe ab. Grasser wurde im Rahmen der BUWOG-Affäre zu acht Jahren Haft verurteilt – das Urteil wurde später vom Obersten Gerichtshof teilweise aufgehoben und in Teilen reduziert. Endgültig blieb eine vierjährige Strafe wegen Untreue und Bestechlichkeit.
Der Skandal, der Grasser zu Fall brachte, gilt als einer der größten Korruptionsfälle der Zweiten Republik. Im Zentrum stand der milliardenschwere Verkauf der staatlichen Wohnungsgesellschaft BUWOG. Laut den Ermittlungen und späteren Gerichtsurteilen soll Grasser über Mittelsmänner Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe angenommen haben. Insgesamt ging es um 9,6 Millionen Euro, die im Zuge der Privatisierung geflossen sein sollen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











