Österreichischer Migrations-Forscher 2015: „In 10 Jahren wird man Merkel dankbar sein“

vor 9 Monaten

Österreichischer Migrations-Forscher 2015: „In 10 Jahren wird man Merkel dankbar sein“
Bildquelle: Tichys Einblick

Screenshots von seinen Aussagen zu Angela Merkel und ihrer Politik, die Millionen von Migranten aus Syrien, Afghanistan und Pakistan nach Deutschland und auch Österreich brachte, werden aktuell auf X und Facebook von hunderten Usern kommentiert: Rainer Bauböck, der aus dem Innviertel stammende Professor für Politologie, wagte tatsächlich vor fast exakt zehn Jahren die Prognose, dass wir der deutschen Kanzlerin für den Asyl-Tsunami „in zehn Jahren dankbar sein werden“.

Rainer Bauböck (72) ist korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und erhielt 2023 auch den Preis der Stadt Wien für Geistes- und Sozialwissenschaften. Schon damals, vor zwei Jahren, hätte erkannt werden können, dass sich seine Prophezeihung bei der Masse der deutschen und österreichischen Bürger nicht bewahrheiten wird – so meinte Bauböck im Oktober 2015 in einem Interview mit dem Standard tatsächlich: „In zehn Jahren wird man Kanzlerin Merkel dankbar sein.“ Und auch: „Der Sozialstaat braucht Einwanderung wie die Butter auf dem Brot. Langfristig können europäische Sozialstaaten ihr Überalterungsproblem nur vermindern, indem sie auf Zuwanderung setzen.“

Der Migrationsforscher erklärte im Interview, warum man Merkel dankbar sein müsste: „Nicht nur, weil sie humanitär richtig gehandelt hat, sondern auch, weil sie etwas getan hat, was zum Vorteil des Wirtschaftsstandorts Deutschlands war.“ Dabei räumt Bauböck ein: „Aber kurzfristig gibt es Probleme, weil die Sozialsysteme auf eine kleinere Zahl von Ankömmlingen ausgerichtet sind.“

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