Der linkslastige öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich sei „eine Bastion des seriösen Journalismus“, meinte noch kürzlich ORF-Nachrichtensprecher Armin Wolf. Das kann sein, doch was vom internen ORF-Theater jetzt auf öffentlicher Bühne mitzuverfolgen ist, kann wahrlich nicht als seriös durchgehen: Es sollen Chats zwischen dem ORF-Generaldirektor und einer Mitarbeiterin mit sexuellen Inhalten existieren, der Boss des von den politischen Parteien beherrschten Rundfunk-Riesen trat zurück.
Der österreichische Rundfunk steht damit vor einer seiner größten Führungskrisen der vergangenen Jahre: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann (57) bestreitet zwar die Anschuldigungen, erklärte jedoch, sein Amt niederzulegen, um weiteren Schaden vom öffentlich-rechtlichen Sender abzuwenden.
Die Vorwürfe wurden laut ORF-Stiftungsrat, dem ebenso politisch besetzten Aufsichtsgremium, in den vergangenen Tagen von einer ORF-Mitarbeiterin erhoben. Sie beziehen sich demnach auf ein mutmaßliches Fehlverhalten Weißmanns aus dem Jahr 2022, also aus der Anfangszeit seiner Amtsperiode als Generaldirektor.
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