Zum zweiten Mal in Folge nahmen ukrainischer Streitkräfte zentrale Einrichtungen der Öl- und Gasindustrie ins Visier. Das ist nicht nur eine Serie gezielter Militärschläge, sondern ein neues Kapitel im globalen Energiekrieg – mit weitreichenden Folgen für Weltmarkt und internationale Versorgungssicherheit.
Besonders dramatisch ist die Lage im strategisch bedeutenden Ostseehafen Ust-Luga, einem der wichtigsten Exportknotenpunkte für russisches Rohöl und Erdgas: In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigen meterhohe Flammen, die über den Industrieanlagen aufstiegen. Bereits in der Nacht zuvor war das Industriegebiet Ziel eines massiven ukrainischen Angriffs gewesen. Die Anlage, betrieben von einem der größten russischen Flüssiggasproduzenten, gilt als Schlüsselstelle für den Export von LNG und Ölprodukten in internationale Märkte.
Parallel dazu kam es auch in der Stadt Kirishi zu Angriffen: Dort befindet sich eine der größten Raffinerien Russlands, die einen erheblichen Anteil an der nationalen Ölverarbeitung ausmacht. Der Gouverneur der Region bestätigte Schäden in einer Industriezone, vermied jedoch eine direkte Nennung der betroffenen Raffinerie. Offizielle Angaben sprechen von mehr als 20 abgeschossenen Drohnen. Berichte von Anwohnern deuten darauf hin, dass die Anlage selbst getroffen wurde.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











