Die Initiative gilt als bedeutendes Signal der sicherheitspolitischen Annäherung beider Staaten – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen und einer sich verändernden europäischen Sicherheitsordnung. In einer gemeinsamen Erklärung, die in der Nacht zum Donnerstag veröffentlicht wurde, betonten das britische Verteidigungsministerium und der Élysée-Palast: „Die Abschreckungsmittel beider Länder bleiben unabhängig und unter nationaler Kontrolle, können jedoch künftig im Krisenfall koordiniert werden.“
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Europa sicherheitspolitisch neu aufstellt. Die russische Invasion in der Ukraine, die aggressive Rhetorik aus Moskau und neue atomare Rüstungsinitiativen Chinas lassen in vielen Hauptstädten den Ruf nach einer engeren Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich lauter werden. Großbritannien und Frankreich sind die einzigen EU- bzw. europäisch-westlichen Staaten mit eigenen Atomwaffen und betrachten sich seit langem als nukleare Garantiemächte für den Kontinent.
Mit dem geplanten Abkommen wollen beide Länder sicherstellen, dass sie im Ernstfall gemeinsam, abgestimmt und entschlossen handeln können. Von einer gemeinsamen Kontrolle oder Integration der nuklearen Streitkräfte ist zwar keine Rede, wohl aber von regelmäßigen Konsultationen und Abstimmungen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











