Es war eines der großen Prestige-Projekte von Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): Mit dem inzwischen insolventen Batteriehersteller Northvolt sollte in Deutschland eine eigene Batteriezellfertigung aufgebaut werden. Doch das Unternehmen ging pleite. Nun hat der Spiegel Unterlagen ausgewertet, die nahelegen, dass der Vorgang den deutschen Steuerzahler weit mehr als die ursprünglich genannten 620 Millionen Euro kosten könnte.
Neben einem Kredit der KfW über rund 600 Millionen Euro, für den Bund und Schleswig-Holstein jeweils zur Hälfte bürgen, könnten demnach weitere Verluste hinzukommen. So hat der Bund bereits 2020 einen Bankkredit für ein Northvolt-Werk in Schweden über 443 Millionen Euro zu 80 Prozent abgesichert, was die Gesamtsumme der potenziellen Verluste auf etwa eine Milliarde Euro anhebt. Denn: Auch die deutschen Tochtergesellschaften von Northvolt, insbesondere die Northvolt Germany TopCo GmbH, sind in eine finanzielle Schieflage geraten.
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