Als Reaktion auf den islamistischen Terror von Solingen will die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen ein Computerspiel gegen islamistische Radikalisierung entwickeln lassen. Das Projekt soll mit einer Million Euro gefördert werden.
Die Hälfte des Geldes soll aus der Staatskanzlei NRW kommen, weitere 500.000 Euro stellt das Land über die Film- und Medienstiftung NRW zur Verfügung. Das Spiel wird in Zusammenarbeit mit dem Verfassungsschutz entstehen und sich an „Leons Identität“ orientieren, einem Präventions-Spiel gegen Rechtsextremismus des Landes NRW.
Der zuständige Medienminister und Chef der Staatskanzlei NRW, Nathanael Liminski (CDU), erklärt in einer Pressemitteilung: „Wir gehen dahin, wo wir die junge Zielgruppe erreichen. Unsere Erfahrung mit dem Computerspiel ‚Leons Identität‘ zeigt uns, wie gut das durch Gamification gelingt.“
Das Spiel „Leons Identität“ wurde in dreieinhalb Jahren 85.000 Mal heruntergeladen – laut der NRW-Regierung ein Erfolg.
Das Spiel wird im Rahmen des Aktionsplans Desinformation gefördert, den das schwarz-grüne Kabinett unter Ministerpräsident Hendrik Wüst als Reaktion auf den Terror-Anschlag in Solingen beschließen will. Im August 2024 hatte ein Syrer auf einem Volksfest in Solingen drei Menschen erstochen, acht weitere teils schwer verletzt. Kurz darauf reklamierte der Islamische Staat den Terror-Anschlag für sich. NIUS-Recherchen zeigten, dass der Täter Issa Al Hasan eine ISIS-Fahne in seinem Zimmer in der Flüchtlingsunterkunft aufgehängt hatte. Al Hasan hätte eigentlich schon im Jahr 2023 nach Bulgarien überstellt werden müssen, doch die Polizei hatte den Syrer in seiner ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in Paderborn nicht angetroffen. Der spätere Terrorist durfte im Land bleiben.
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