Islamkritischer Karnevalswagen löst Staatsschutz-Ermittlungen im Saarland aus

vor 5 Monaten

Islamkritischer Karnevalswagen löst Staatsschutz-Ermittlungen im Saarland aus
Bildquelle: NiUS

Bei einem traditionellen Rosenmontagsumzug im saarländischen Nonnweiler hat eine Fußgruppe mit provokanten, islamkritischen Schildern für Aufsehen gesorgt. Nun prüft der Staatsschutz, ob die Aktion strafrechtlich relevant sein könnte. Die Teilnehmer stellten die Frage: „Was steht unseren Mädchen noch bevor?“ – und gaben als Antwort: „Kalifat, Scharia, Burka, Zwangsehe, Nikab, Kinderehe“. Über den Vorgang berichtete die Saarbrücker Zeitung exklusiv.

Der Umzug, der sich trotz Schneeschauers durch die Straßen der Gemeinde Nonnweiler schlängelte, soll dabei geprägt gewesen sein von buntem Treiben: Regenbogen-Frauen, Clowns mit Regencapes und „flotte Omas“ als Astronauten, die sich spielerisch mit der bevorstehenden Bürgermeisterwahl auseinandersetzten. Doch eine kleine Gruppe stach heraus: Zwei Narren, ein Mann und eine Frau, zogen einen Bollerwagen, geschmückt mit einer Deutschlandfahne und den umstrittenen Schildern.

An dem Umzugswagen, der mit rosenartigen roten und weißen Dekorationen besetzt war, war ein Schild zu sehen, das mit verspielter Handschrift auf pinkem Grund die provokante Frage stellte: „Was steht unseren Mädchen noch bevor?“ Direkt darunter offenbarte ein weiteres Schild die kontroverse Antwort: links eine dunkle, vollverschleierte Silhouette, beschriftet mit dem Wort „Burka“, rechts eine weitere verhüllte Gestalt, flankiert von den Worten „Nikab“, „Kalifat“ und „Scharia“. Auch „Zwangsehe“ und „Kinderehe“ ist auf dem Schild zu lesen. In der Mitte sitzt eine junge blonde Frau in einem weißen Kleid, die eine weiße Taube in die Luft entlässt, umgeben von einer grünen Wiese mit einem Kirchturm im Hintergrund. Hier wurde auf satirische Art und Weise die Islamisierung als düsteres Zukunftsszenario für deutsche Frauen und Mädchen skizziert.

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