Als Trump zum Ende seiner ersten Amtszeit als US-Präsident Steve Bannon und über 140 Verurteilte begnadigte, war die Empörung groß. Jetzt hat Joe Biden auf den letzten Metern seiner Amtszeit seinen eigenen Verbrechersohn begnadigt, bevor das Strafmaß verkündet wurde. Er erntet dafür milde Reaktionen.
Vor gut einer Woche begnadigte US-Präsident Joe Biden auf dem Rasen des Weißen Hauses die Truthähne Peach and Blossom (zu Deutsch: „Pfirsich“ und „Blüte“) und ersparte ihnen so das ihnen zugedachte Schicksal, beim Thanksgiving-Dinner serviert zu werden – seit dreieinhalb Jahrzehnten ein festes Ritual in Washington.
Was eher nicht erwartet wurde, zumal Biden es mehrmals kategorisch ausgeschlossen hatte (und auch durch seine Pressesprecherin Karine Jean-Pierre ein halbes Dutzend Mal bekräftigen ließ): Der Präsident begnadigte jetzt auch seinen Sohn Hunter, der sich nach einem Schuldspruch wegen Verstößen gegen das Waffenrecht auch in einem zweiten Verfahren wegen verschiedener Steuervergehen schuldig bekannt hatte und im Dezember das Strafmaß erfahren sollte.
Noch im Juni hatte Joe Biden eine Begnadigung oder Umwandlung für seinen Sohn kategorisch ausgeschlossen und sagte Reportern, als sein Sohn vor Gericht in dem Waffenfall in Delaware stand: „Ich halte mich an die Entscheidung der Jury. Ich werde das tun und ihn nicht begnadigen“. Auf der Plattform X (Twitter) schrieb er: „Niemand steht über dem Gesetz“.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











