NIUS-Reporter im Barbershop während Stromausfall: „Wir haben für alles Geld – aber wenn es um das eigene Land geht, knickt man ein“

vor 6 Monaten

NIUS-Reporter im Barbershop während Stromausfall: „Wir haben für alles Geld – aber wenn es um das eigene Land geht, knickt man ein“
Bildquelle: NiUS

Nach dem linken Terroranschlag auf das Stromnetz in Berlin hat sich der Alltag vieler Menschen abrupt verändert. In der Machnower Straße nahe dem S-Bahnhof Zehlendorf sind nahezu alle Geschäfte geschlossen. Nur ein Barbershop hat geöffnet.

NIUS-Reporter Jan A. Karon hat den Friseursalon „Abschnitt 37“ besucht und mit einem Mitarbeiter über die Situation gesprochen. Er schildert, wie sie den Blackout erleben: ohne Strom, ohne Heizung, mit wenigen Kunden und mit der Sorge um ältere Nachbarn, die besonders unter der Kälte leiden.

Das Gespräch geht über den konkreten Stromausfall hinaus. Es geht um wirtschaftliche Existenzängste kleiner Betriebe, um fehlende Vorsorge, politische Versäumnisse und die Frage, wie belastbar Infrastruktur und Gesellschaft tatsächlich sind. Auch Unterschiede im familiären Zusammenhalt und das Verständnis von Verantwortung kommen zur Sprache.

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