Die neuen Erbschaftssteuerpläne der Sozialdemokraten waren am heutigen Morgen das Top-Thema bei NIUS Live. Doch die kommen nicht überall gut an: Glashersteller Andreas Ritzenhoff kritisierte das Vorhaben stark – und fürchtet um den Fortbestand der deutschen Wirtschaft.
„Es ist wirklich unglaublich, was sich die SPD hier erlaubt“, findet der Unternehmer. Für ihn sei die aktuelle ökonomische Lagebeschreibung vergleichbar mit einem Notfallpatienten: „Die deutsche Wirtschaft liegt auf Intensivstation, sie schnappt nach Luft, braucht mehr Sauerstoff, und die sozialdemokratischen Ärzte entscheiden, die Sauerstoffzufuhr zu reduzieren.“
Die Steuerpläne haben es tatsächlich in sich – und stellen das bisherige Konzept auf den Kopf. Kernpunkt ist ein neuer „Lebensfreibetrag“ von rund einer Million Euro pro Erben – 900.000 Euro innerhalb der Familie und 100.000 Euro für Erbschaften außerhalb des Familienkreises. Die bisherige Zehn-Jahres-Regelung für wiederholte Freibeträge soll wegfallen. Zudem sollen große Unternehmenserbschaften stärker besteuert werden. Dafür plant die SPD einen Freibetrag von fünf Millionen Euro.
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