Urlaubsreisen von Asylbewerbern sorgen seit Wochen für Aufregung. Wie häufig sind die Reisen in ihre Heimatländer? Verlieren die Migranten dadurch ihren Aufenthaltstitel? NIUS liegen erstmals exklusive Zahlen vor. Doch die Daten sind lückenhaft.
Seit Wochen diskutieren Medien und Politik darüber, wie häufig Asylbewerber aus Deutschland in ihre Heimatländer fliegen, um dort Urlaub zu machen. Und das, obwohl ihnen dort angeblich Gefahr für Leib und Leben drohe. Afghanische Jugendliche hatten beispielsweise dem Sender RTL ihre Tricks erzählt, wie sie unbemerkt in ihr Heimatland gelangten. CDU-Chef Friedrich Merz beschwerte sich damals: „Wenn darüber berichtet wird, dass Asylbewerber nach Afghanistan reisen, um dort Urlaub zu machen, kann unser Appell an die Bundesregierung nur lauten: Stoppt ihre Wiedereinreise, denn sie haben offensichtlich keinen Grund, hier weiter ein Asylverfahren zu betreiben.“
NIUS liegen nun erstmals exklusive Zahlen vor, die aus dem Innenministerium stammen. Die Bundespolizei erhebt demnach zwar keine detaillierten Statistiken über die Frage, wie viele Asylbewerber regelmäßig in die Heimat reisen. Doch die Behörde setzt im Ausland Verbindungsbeamte ein, die ihre Erkenntnisse übermitteln. Seit dem 1. Januar 2023 meldeten die Beamten ganze 279 Fälle von Urlaubsreisen. „In Auswertung dieser Mitteilungen reisten insgesamt 429 Schutzberechtigte in ihr Heimatland“, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Tobias Peterka.
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