Gewalt überschattet Ostern: Über 70 Christen in Nigeria ermordet

vor 3 Monaten

Gewalt überschattet Ostern: Über 70 Christen in Nigeria ermordet
Bildquelle: Tichys Einblick

Über 70 Christen wurden zwischen Palmsonntag und Ostern in Nigeria ermordet. Das berichtet unter anderem die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI).

Allein am Palmsonntag wurden demnach bei einem Anschlag im Zentrum des Landes 40 Menschen getötet. Die Attacke ereignete sich in Angwan Rukuba, einem mehrheitlich von Christen bewohnten Bezirk der Stadt Jos, der Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaates Plateau. Laut der christlichen Hilfsorganisation Open Doors eröffneten Unbekannte am Abend auf einer belebten Straße das Feuer und schossen wahllos auf Passanten.

In Mbalom im südlichen Bundesstaat Benue starben am Karsamstag mindestens 17 Menschen bei einem Angriff, die Suche nach Vermissten hält an. Häuser wurden angezündet und die Bevölkerung vertrieben. Der Überfall ging mutmaßlich von islamistischen Fulani-Milizen aus.

Ein Bewohner erklärte gegenüber dem Guardian, dass die Gemeinde Warnhinweise erhalten und die Behörden informiert habe. Ein erster Angriff konnte von der örtlichen Jugend zurückgeschlagen werden, die Angreifer kehrten jedoch in der Nacht zurück. Auch zwei Nachbargemeinden wurden über Ostern angegriffen. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben.

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