Bundesfamilienministerin Karin Prien spricht sich für eine Abschaffung des Ehegattensplittings aus. Aus der CDU gibt es für diesen Steuererhöhungsplan Kritik – gerade auch vom CDU-Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz. Kurz vor den Landtagswahlen im März könnte der Vorstoß Priens so zu neuen Spannungen führen. Auch aus der CSU gibt es Kritik an dem Vorschlag, während die SPD zustimmt.
Es wäre viel gewonnen, wenn man die Steuerklassen 3 und 5 abschaffen würde, so Prien gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Das macht es für Frauen attraktiver, mehr zu arbeiten.“ In ihrer Partei gebe es viele, die eine Weiterentwicklung des Ehegatten-Splittings befürworten. „Ehegattensplitting ist für meine Partei traditionell ein wichtiges Thema.“
Außerdem sprach sie sich dafür aus, dass Männer sich mehr an sogenannter „Sorgearbeit“ beteiligen sollen, also am Haushalt und der Kindererziehung. „Ich finde, man muss in Schulen und in unserer Gesellschaft mehr darüber reden, wie man das Zusammenleben in Partnerschaften aushandelt.“
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