Künftig werden bei öffentlichen Veranstaltungen nicht mehr alle Menschen gleichermaßen vor Terroranschlägen geschützt. So sieht es das neue Sicherheitskonzept der Stadt Dorsten in Nordrhein-Westfalen vor. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung schrieb, sollen Veranstaltungen künftig in drei Bereiche eingeteilt werden, in denen verschiedene Sicherheitsmaßnahmen gelten.
„Besucher_innen können dann mit ihrem Aufenthaltsort zugleich das individuelle Maß an Sicherheit selbst bestimmen“, heißt es. „Die Anschläge auf Veranstaltungen unter freiem Himmel“ hätten eine Diskussion darüber ausgelöst, wie Ordnungsämter noch „realistisch leistbar“ absichern können. In Zukunft soll es, abgestimmt auf die individuellen Begebenheiten, drei „Gefahrenräume“ geben: In Kategorie 3, „orange“ besteht das niedrigste Schutzniveau.
Die Gefahrenräume werden mit Schildern, auf denen Warndreiecke in entsprechenden Farben abgebildet sind, ausgewiesen. In der Kategorie „orange“ kann Überleben zur Glückssache werden. Sven Bartmann, der zuständige Abteilungsleiter im Ordnungs- und Rechtsamt, erklärt das Konzept am Beispiel des Rosenmontagsumzugs: „Hier könnte es künftig an einigen Stellen Schutz vor zufahrenden Autos geben, aber eben nicht an der gesamten Strecke.“
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