Der frühere BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Wie der Spiegel berichtet, habe sich ein angeblicher Signal-Support bei ihm gemeldet und ihn zur Eingabe der PIN aufgefordert. Loringhoven, der bis 2019 für die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit bei der NATO zuständig war, soll demnach die Daten eingegeben haben. Auch weitere deutsche Politiker und Beamte von Sicherheitsbehörden sollen von der Phishing-Aktion betroffen sein, wie das Magazin berichtet.
Der Messenger-Dienst selbst teilte mit, dass es sich um „gezielte Phishingattacken“ handele, die besonders auf die Konten von Politikern und Journalisten abgezielt hätten. Man nehme den Vorfall sehr ernst. Die Verschlüsselung sei von dem Angriff jedoch nicht betroffen gewesen. Loringhovens Kontakte erhielten nach der Übernahme seines Kontos eine Nachricht mit einem Link zu einer externen Webseite. Er habe seine Bekannten aufgefordert, nicht auf den Link zu klicken, und sein Konto bei Signal gelöscht.
Der Vorfall zeige, dass „russische Staatsakteure ihre offensiven hybriden Kampagnen unvermindert fortsetzen“. Der niederländische Geheimdienst machte „russische Staatsakteure“ mutmaßlich für die Phishing-Attacke verantwortlich. Der Fall von Loringhoven ist nicht die einzige Panne eines BND-Chefs.
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